Wirtschaftlichkeit und Materialpreise
Während konventionelle Kunststoffe sich in den letzten Monaten aufgrund der hohen Rohölpreise stark verteuerten – Preiserhöhungen von 30-80% waren die Folge – sanken zum Teil die Preise bei Biokunststoffen erheblich. Noch immer sind die neuen Materialien zumeist teurer als ihre erdölbasierten Verwandten, der relative Preisabstand hat sich jedoch deutlich reduziert (Preisspanne über alle Typen: 1,50 – 4,00 €/kg).
Agrarische Produkte wie Stärke oder Zucker sind vergleichsweise preisstabile und günstige Rohstoffe (Preise je [t]): Stärke: 300 – 400 €, Zucker: 220 – 300 €, vgl. Erdöl 400 € (Basis 70 US$/Barrel, 1 € = 1,20 US$). Es sind zumeist die sehr hohen Entwicklungskosten und die noch fehlenden Größenvorteile der Massenproduktion, welche die ökonomische Wettbewerbsfähigkeit der Biokunststoffe einschränkt. Aufgrund der Prognosen zur Entwicklung des Erdölpreises wird sich der Einsatz nachwachsender Rohstoffe zukünftig immer besser rechnen. Entscheidend für die weitere Entwicklung ist, dass die Produkte auch in dieser frühen Phase der Entwicklung gewinnbringend vermarktet werden. Markt und Produktion müssen zudem wachsen, Investitionen in größere Anlagen und die notwendige Produktoptimierung müssen finanzierbar sein.
