Biokunststoffe und Klimaschutz

Die Ursachen des Klimawandels werden heute v.a. auf den anthropogenen Einfluss zurückgeführt. Durch das Verbrennen fossiler Ressourcen steigt der Anteil von CO2 in der Atmosphäre, dies verursacht einen Anstieg der mittleren Erdtemperatur (Treibhauseffekt). Wissenschaftler sehen einen ursächlichen Zusammenhang von CO2-Anstieg in der Atmosphäre und dem vermehrten Auftreten von Unwettern, Überschwemmungen und Dürren. Der Schutz des Klimas ist heute ein zentraler Bestandteil der Umweltpolitik, denn der Klimawandel kann weitreichende negative Auswirkungen auslösen. Dieser Bedrohung treten heute Regierungen und Organisation durch gezielte Maßnahmen entgegen.

Die verstärkte Nutzung erneuerbarer Rohstoffe ist ein wichtiger Lösungsansatz. Ökobilanzen belegen, dass durch Biokunststoffe CO2-Einsparungen von 30 bis 80 % im Vergleich zu konventionellen Kunststoffen möglich sind. Dies gilt jedoch nicht grundsätzlich und zwangsläufig - es kommt auf das Produkt und die Anwendung an. Der Einspareffekt (bei gleichen Anwendungen) resultiert aus der Nutzung nachwachsender Rohstoffe.

Kunststoffe selber gelten ebenfalls als "klimafreundliche" Materialien: Im Vergleich zu Werkstoffen wie Metallen oder Beton sind sie sehr leicht und vergleichsweise energiearm zu produzieren, zu transportieren oder anzuwenden. Im Automobilbau (Leichtbauweise) oder als Dämmstoffe zur Wärmeisolierung ermöglichen Kunststoffe signifikante "sekundäre" Effekte der Ressourceneinsparung und CO2-Minderung. Auch dafür gibt es bereits Beispiele bei der Nutzung von Biokunststoffen: In Autoreifen des Herstellers Goodyear sind Stärkewerkstoffe inkorporiert, welche den Abrollwiderstand erniedrigen und somit den Treibstoffverbrauch senken helfen.