Ökobilanzen: Nachweis der Umwelteinwirkung
Zur Beurteilung der Umweltwirkung von Produkten müssen objektive und standardisierte Bewertungsmaßstäbe benutzt werden. Ökobilanzen nach ISO 14040 sind ein geeignetes Instrument, um die Umweltwirkung von Produkten zu quantifizieren. In der Industrie werden sie insbesondere eingesetzt, um die Verfahrenstechnik bei der Produktion umweltgerecht zu optimieren.
Kompostierbare Folien emittieren nur so viel CO2 beim Zerfall, wie sie vorher der Atmosphäre entzogen haben
© Plantic
Zur Beschreibung der Umweltwirkung gibt es weitere Instrumente, welche Unternehmen zur Beurteilung von Produktionsweisen und Produktperformance zur Verfügung stehen, beispielsweise die EPD (Environmental Product Declaration). Grundsätzlich ist der gesamte Lebensweg eines Produktes - Herstellung, Anwendung (Nutzphase) und Entsorgung - zu betrachten. Bei Biokunststoffen ist es besonders der Einsatz jährlich nachwachsender Rohstoffe bei der Herstellung, welcher positiv bei den Parametern Energieverbrauch und CO2-Emission zu Buche schlägt. In den bisher vorliegenden Ökobilanzen liegen die Werte im Vergleich zu Massenkunststoffen um mindestens 20 % günstiger.
Eine erste Abschätzung im Rahmen des European Climate Change Programs ECCP kalkuliert ein primäres CO2-Einsparungspotenzial von ca. 4 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten. Dieser Angabe liegt die Annahme zugrunde, dass der BAW-Markt unter förderlichen Rahmenbedingungen bis 2010 eine Größenordnung von ca. einer Million Tonnen erreicht
