Fördermöglichkeiten

Mögliche Ansätze durch verbesserte Rahmenbedingungen die Markt- und Technologieentwicklung von Biokunststoffen zu fördern, gibt es viele. Entscheidend ist dabei, dass ein gut balancierter Weg beschritten wird, der die Interessen der Wirtschaft und anderer Gruppierungen berücksichtigt. "Biokunststoffe fördern statt konventionelle Kunststoffe zu diskriminieren" ist die Maxime des Verbands European Bioplastics. Dabei muss sich jede Maßnahme an den zeitlichen und lokalen Gegebenheiten ausrichten. Modelle mit Übertragbarkeitscharakter sind individuellen Lösungen vorzuziehen. Ziel sind einheitliche Regelungen in ganz Europa.

Mögliche Ansätze - ohne jede Wertung oder Empfehlung:

  • Politische Zielvorgaben zur zukünftigen Nutzung: % Markt-/Verbrauchsanteil zum Zeitpunkt X, flankierende Maßnahmen zur Umsetzung
    Vergleiche: EU Gesetzgebung zur Förderung von Bioenergie und Biotreibstoffen
  • Steuergesetzgebung z.B. reduzierte Mehrwertsteuer, Ökosteuer, Investitionshilfen
  • Bevorzugung von Produkten im öffentlichen Einkauf
    Vergleiche USA: Biobased Products Public Procurement Programme (FB4P, US Farmbill)
  • Vereinfachte Sonderregelungen in der Abfallgesetzgebung
    Vergleiche: Deutsche Verpackungsverordnung
  • Behandlung von Biokunststoff-Sekundärrohstoffen als Erneuerbare Energien (energetische Verwertung unter Gewinnung von Strom und Wärme), Schlüsselwort "Nutzungskaskaden"
  • Öffnung kommunaler Verwertungssysteme von Bioabfällen ("Biotonne") für zertifizierte kompostierbare Kunststoffprodukte
  • Bereitstellung von Eigen- der Risikokapital bei KMU
  • Staatliche FuE Programme zur Kofinanzierung von Industrie- und Hochschulprojekten
    National oder europäisch (EU Framework Programme 7)
  • Maßnahmen zur Kommunikation und Markteinführung
  • Agrarpolitik: Förderung des Anbaus von nachwachsenden Rohstoffen (auf Stilllegungsflächen oder anderen)